Seit der Gründung unseres Unternehmens arbeiten wir gerne, oft und erfolgreich mit der Firma Optiflex in Siegen-Eiserfeld zusammen. In der Ausgabe 4/2005 ihres regelmäßig erscheinenden Kundenmagazins "sprint!" war im Dezember 2005 ein ausführlicher Artikel über eines unserer Projekte zu lesen.
Mit freundlicher Genehmigung der Firma Optiflex möchten wir hier - zumindest auszugsweise - Inhalt und Fotos wiedergeben:
Joachim Panthel
Hydraulik-Testzylinder
Es ist bestimmt nicht übertrieben, wenn wir Joachim Panthel als den James Bond unter den Ingenieuren (jedenfalls unter den uns bekannten Ingenieuren) bezeichnen. Das hat natürlich nicht nur damit etwas zu tun, dass Herr Panthel immer dann zu Rate gezogen wird, wenn es gilt, besonders außergewöhnliche Projekte zu entwickeln, sondern auch damit, dass sich seine Aufgabenbereiche vom Nordpol bis zum Indischen Ozean erstrecken.
...Joachim Panthel und seine Crew sind immer zur Stelle, wenn es darum geht, aus theoretisch höchst komplexen Aufgaben praktikable Lösungen zu entwickeln. Dass bei seinen Unternehmungen Sicherheit das höchste Gebot ist, muss an dieser Stelle nicht erwähnt werden. Auch bei der Entwicklung eines Tiefseefahrzeugs während seiner Tätigkeit an der Universität Siegen hatte der Sicherheitsaspekt oberste Priorität. 1995 hatte die indische Regierung an der Siegener Universität das Projekt angefragt. Hintergrund: Der terrestrische Mangel an Rohstoffen wie Nickel und Kupfer kann durch die Ernte von Manganknollen auf dem Meeresboden kompensiert werden. Diese Manganknollen... beinhalten... noch andere wertvolle Rohstoffe und liegen reichlich auf dem Meeresboden rum.
...Die Testphase des "Deep Sea Mining" - Projekts wurde von der indischen Regierung ausgeführt. In 500m Wassertiefe im Golf von Bengalen verliefen die ersten Fahrversuche auf dem weichen Meeresboden mit großem Erfolg.
Als ob das alles nicht genug wäre für Jo Panthel, hat sich das IBP einem weiteren Projekt angeschlossen. Nach dem Motto "Da geht noch was!", will er noch weiter in die Tiefe steigen auf der Suche nach Methangashydraten, einem zukunftsträchtigen Energieträger, den es im Südkoreanischen Meer aufzuspüren gilt. Ein Unterfangen, das alle bisherigen Risiken in den Schatten stellt...
...Aber wir sind sicher, dass bei Joachim Panthel wie immer alles 100-prozentig vorbereitet und ebenso ausgeführt wird. Wie z. B. bei unserem gemeinsamen aktuellen Projekt: Geplant vom 6 Mann starken IBP-Team und unterstützt von unseren Spezialisten entsteht für den Lehrstuhl "Maschinenelemente-Verbindungstechnik-Produktinnovation (MVP)" des Instituts für Konstruktion an der Universität Siegen ein Prüfstand, mit dem Dauerschwingungsversuche bei extremen Belastungen durchgeführt werden können. In diesem Prüfstand ... können schwingende Belastungen von ±100kN bei einer hohen Prüffrequenz von 200Hz auf einzelne Bauteile oder auch Baugruppen aufgebracht werden und so die schwingende Belastbarkeit untersucht bzw. ermittelt werden, wie z. B. an hochbelasteten Motoren oder anderen optimierten Komponenten. Durch die hohe Prüffrequenz sind erstmals mit einer hydraulischen Prüfeinrichtung kurze Prüfzeiten möglich, die sogar die Werte von Resonanzprüfmaschinen übertreffen. Der Lehrstuhl MVP verfügt außerdem noch über zwei weitere Pulser (15kN, 50kN), die ebenfalls von Mitarbeitern des IBP-Teams betreut und gewartet werden.
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Eine der Kuriositäten der Natur: Ein fossiler Haifischzahn, eingebettet in Mangenknol-lenablagerungen
Seit 2001 führt unser Unternehmen an Pulsator-Prüfständen des Lehrstuhls MVP, Institut für Konstruktion der Universität Siegen Belastungstests an verschiedensten Maschinen(zubehör)teilen und Bauteilen, die hohen und höchsten Belastungen standhalten müssen, durch (siehe auch Bericht des Kundenmagazins "sprint!" der Firma Optiflex, Siegen-Eiserfeld in unserer Rubrik "News").
Der Lehrstuhl MVP verfügt über zwei Pulser (15kN, 50kN), die vom IBP-Team betreut werden. Auf diesen beiden Fotos sehen Sie am Beispiel einer auf einen Prüfstand montierten Gabelstaplerzinke, die bereits zur Farbeindringprüfung mit Farbe besprüht ist, eine Möglichkeit, Material- und Herstellungsfehler aufzuspüren oder aber Mindestbelastbarkeiten zu untersuchen im Hinblick auf (TÜV-)Zulassungen.
Aktuell geplant vom IBP-Team und mit Unterstützung der Firma Optiflex entsteht für den Lehrstuhl "Maschinenelemente-Verbindungstechnik-Produktinnovation (MVP)" des Instituts für Konstruktion an der Universität Siegen ein Prüfstand, mit dem Dauerschwingungsversuche bei extremen Belastungen durchgeführt werden können. In diesem Prüfstand können schwingende Belastungen von ±100kN bei einer hohen Prüffrequenz von 200Hz auf einzelne Bauteile oder auch Baugruppen aufgebracht werden und so die schwingende Belastbarkeit untersucht bzw. ermittelt werden, wie z. B. an hochbelasteten Motoren oder anderen optimierten Komponenten.
Entwickelt, konstruiert und montiert für die / auf der „Polarstern“ (damals bereedert durch Reederei Laeisz, Bremerhaven), in Zusammenarbeit mit Ingenieurbüro Kruse und dem Alfred-Wegener-Institut, beide Bremerhaven, zur Eisdickenmessung bei Eisfahrten des Forschungsschiffes „Polarstern“.
SIMS-Antenne
Gemessen wurden die wechselnden Eisdicken während der Eisfahrt des Schiffes vor dem Bug.
"Die Messergebnisse liefern zum Einen den Wissenschaftlern interessante Erkenntnisse über die Eismächtigkeiten und Eisschichtstärken, zum Anderen geben sie der Schiffsführung die Möglichkeit, die zum Eisbrechen benötigte Leistung besser zu dosieren und somit Energie, d. h. letztendlich wertvollen Diesel zu sparen. Außerdem können, durch die angepasste Geschwindigkeit, auch die Aufschlagsschäden am Schiffsrumpf gering gehalten werden, welche durch Eisschollen, die nach dem Brechen tief unter Wasser gedrückt werden und beim Wiederauftauchen dort aufschlagen, verursacht werden."
(Foto: SIMS in Aktion; freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Herrn Haas, AWI Bremerhaven)
Die SIMS-Antenne wurde an einem schwenkbaren Arm, montiert am Ausleger vor dem Bug des Schiffes, angebracht. Die Steuerung erfolgte sowohl über ein tragbares Steuerpult als auch über ein Steuerpult auf der Brücke.
Weitere Fotos zu diesem Projekt finden Sie in der Bildergalerie unter "Projektfotos SIMS".
Das Ingenieurbüro Panthel ist unter anderem spezialisiert auf Unterwasser- und Tiefseetechnik.
Einen Teil seiner Erfahrungen gewann Herr Dipl.-Ing. Panthel bereits ab 1985, damals noch für die Universität Siegen, Institut für Konstruktion tätig, durch seine Beteiligung an Entwicklung, Konstruktion und Test eines Tiefsee - Crawlers. Gemeinsam mit dem National Institute of Ocean Technologie (NIOT) Indien wurde ein selbst fahrendes Tiefseefahrzeug gebaut, dass von der Indischen Regierung für die Manganknollenernte in der Tiefsee eingesetzt werden sollte, einem wertvollen Rohstoff, der mittels eines Kollektors vom Meeresboden in Tiefen bis zu 6000m aufgesammelt und an die Oberfläche transportiert werden sollte. Tests fanden hierzu sowohl in einem Forschungsbassin mit authentisch nachempfundenem Tiefseeboden als auch im Indischen Ozean statt, bei denen Herr Panthel selbstverständlich immer vor Ort war (siehe hierzu auch unter Rubrik "News" den Bericht im Kundenmagazin "sprint!" der Firma Optiflex).
Eine weitere Aufgabe bei diesem Projekt waren auch Entwicklung, Konstruktion und Test einer Trommelschleuse, die die geernteten Manganknollen in einen hydraulischen Förderstrom einbringen sollte (siehe Zeichnung oben).